Ein Tag als Praktikant/in im Büro von Dr. Markus Pieper
Zunächst muss eines gesagt werden: Einen typischen Tag in einem Abgeordnetenbüro gibt es nicht. Die Arbeit im Europäischen Parlament zeichnet sich vor allem durch ihre Vielfältigkeit aus. Und genau darin besteht auch der Reiz der Arbeit hier: Die Arbeit des Parlaments teilt sich in Ausschuss-, Fraktions- und Plenarwochen auf. So kann man nie genau wissen, was der Tag bringen wird und kein Tag gleicht dem anderem.
Nachdem morgens die wichtigsten Eckpunkte des Tagesablaufs geklärt werden, findet vormittags beispielsweise eine Sitzung des Ausschusses für Regionale Entwicklung (REGI) statt, an der der Praktikant teilnimmt. In diesem Ausschuss beraten die Abgeordneten der unterschiedlichen Fraktionen über die aktuelle Lage der Strukturförderung für Europas Städte und Regionen. Für mich und meine Mitarbeiter ist es sehr wichtig, immer auf dem neusten Stand der Verhandlungen zu sein. Im Anschluss an die Sitzung sollte der Praktikant deshalb die wichtigsten Punkte kurz zusammenfassen.
Nachmittags finden oft Vorträge oder Konferenzen statt. So organisiert zum Beispiel die Landesvertretung Nordrhein-Westfalen ein Expertengespräch zum Thema Steinkohleförderung. Diese Gespräche sind in der Regel sehr spannend und eröffnen oft neue Perspektiven auf ein Thema.
Natürlich besteht nicht jeder Arbeitstag aus einer Aneinanderreihung von Veranstaltungen. Für die politische Arbeit ist eine gute Hintergrundrecherche von großer Bedeutung. In der Zeit am Schreibtisch geht es deshalb meist darum, sich in aktuelle Themen einzuarbeiten, und die wichtigsten Informationen zusammenzufassen.
Am Ende der Woche kann man dann auf eine bunte Mischung an Erfahrungen zurückblicken. Meist hat man ein oder zwei Ausschuss- bzw. Fraktionssitzungen mitverfolgt, hat sich inhaltlich in die besprochenen Themen eingelesen und dazu Recherchen angestellt und mit etwas Glück fand abends noch ein schönes Konzert oder eine interessante Vortragsveranstaltung statt. |